DSW kündigt Opposition auf T-Online-Hauptversammlung an

Die DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz) wird auf der T-Online Hauptversammlung am 28. April gegen den Verschmelzungsvertrag zwischen dem Internetprovider und der Deutschen Telekom stimmen. „Die Verschmelzung liegt nicht im Interesse der privaten T-Online-Aktionäre", erläutert DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker die ablehnende Haltung der Schutzvereinigung. Dies gelte weder für den Zeitpunkt, noch für die Konditionen des Angebots.

„Gerade jetzt wo T-Online endlich wieder in die Gewinnzone zurückkehrt, sollen die Aktionäre ihre Anteilsscheine abgeben", schimpft Hocker. Und das ganze für 0,52 Telekom-Aktien je T-Online-Aktie. Umgerechnet entspricht dieses Umtauschverhältnis rund 8 Euro. Wahrlich kein gutes Geschäft. Hatten die Anleger beim Börsengang im April 2000 der Deutschen Telekom doch 27 Euro je T-Online-Anteilsschein zahlen müssen.

Zudem wird die DSW den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung verweigern, die den Verschmelzungsvertrag unterzeichnet haben. Dies sind Herr Rainer Beaujean als Vorsitzender des Vorstandes, Frau Veronika Altmeyer sowie die Herren Jens Becker, Burkhard Graßmann, Thomas Hille und Andreas Kindt. „Vorstände, die einen Vertrag unterschreiben, der für die freien Aktionäre derart nachteilig ist, haben einen Entlastung sicher nicht verdient", sagt Hocker.

Pressemitteilung vom 14. April 2005

Mitglieder wenden sich bitte an die zuständigen DSW-Mitarbeiter.

Ansprechpartner für die Presse: Jürgen Kurz, Pressesprecher