DSW fordert mehr Transparenz bei Betriebsratsgehältern

Der in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ geäußerte Vorschlag von Hubertus Schmoldt, Chef der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), dass führende Betriebsräte ihre Gehälter offen legen sollen, wird von der DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz) begrüßt. „Arbeitnehmer und Anteilseigner haben ein Recht zu erfahren, was die hauptamtlichen Arbeitnehmervertreter verdienen“, sagt DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker. Der Fall Volkswagen zeige mehr als deutlich, wohin eine zu große Nähe zwischen Management und Betriebsräten führen könne. Für das Unternehmen notwendige Entscheidungen werden nicht oder nur halbherzig getroffen. Die Gesellschaft gerät gegenüber Mitbewerbern ins Hintertreffen. „Die Zeche hierfür zahlen niemand anderes als die Aktionäre und langfristig auch die Arbeitnehmer. Abhilfe kann nur mehr Transparenz schaffen“, ist Hocker überzeugt.

Zudem sei eine solche Offenlegung eine dringend notwendige vertrauensbildende Maßnahme seitens der Gewerkschafter, ergänzt der Aktionärsschützer. „Wer kann es den Arbeitnehmern verdenken, dass sie nach den Vorgängen rund um Volkswagen mehr Offenheit von ihren Betriebsräten verlangen“, fragt Hocker.

Pressemitteilung vom 16. August 2005

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Ansprechpartner für die Presse: Jürgen Kurz, Pressesprecher