Buderus AG
Frage: Im letzten Jahr hat die Robert Bosch GmbH den Großteil der Buderus AG übernommen. Im Zuge dieser Übernahme wurde für jede Buderus-Aktie ein Preis von 29,14 Euro geboten. Dieses Angebot habe ich angenommen. Jetzt höre ich von einer auf 34 Euro erhöhten Offerte von Bosch. Kann ich heute noch in den Genuss dieses neuen Angebots kommen? An wen muss ich mich wenden, um die Differenz zwischen erster und zweiter Bosch-Offerte zu erhalten?
Frank M. aus Oldesloe
Antwort: Leider gibt es für Sie keine Möglichkeit an dem verbesserten Angebot teilzuhaben. Die Robert Bosch GmbH hatte im letzten Sommer den Buderus-Aktionären ein freiwilliges Kaufangebot über 29,14 Euro unterbreitet. Über 95 Prozent der Buderus-Aktionäre haben diese Möglichkeit genutzt. Da es sich hierbei um ein freiwilliges Angebot handelte, gibt es jetzt keinerlei Verpflichtung von Bosch den bereits abgefundenen Buderus-Aktionären, zu denen ja auch Sie gehören, einen Nachschlag zu zahlen.
Die DSW hatte seinerzeit die Bosch-Offerte als zu niedrig kritisiert und eine Aufbesserung auf 35 Euro gefordert. Jetzt ist Bosch bereit, 34 Euro je Buderusaktie zu zahlen. Allerdings richtet sich diese neue Offerte nur an die noch verbliebenen Anteilseigner (zirka 3 Prozent des Grundkapitals), die die
erste nicht angenommen hatten. Im übrigen soll die Buderus-Hauptversammlung am 13. Mai 2004 den Squeeze-out, also das endgültige Herausdrängen der restlichen Minderheitsaktionäre, beschliessen. Dies wird ein weiteres Abfindungsangebot bringen. Für diejenigen, die auch die zweite Offerte nicht annehmen, besteht dann sogar die Möglichkeit, im Wege eines Spruchverfahrens, die Angemessenheit dieses Angebots gerichtlich überprüfen zu lassen.
Jella Benner-Heinacher

